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Konzept

Anfänge
An einmaliger Lage in Zürich-Wollishofen hat der junge Verein «Land in Sicht » seit anfangs April 2019 ein Stück Land von der Stadt Zürich gepachtet.
In den ersten beiden Jahreszyklen (2019-2021) wird ein Marktgarten betrieben, Beeren, einheimische Sträucher und Obstbäume gepflanzt, Refugien für Wildtiere geschaffen, sowie Bienen und Schafe gehalten.

Zweck und Ziel
Der Verein beabsichtigt die Gartenanlage so zu pflegen, dass sie langfristig den permakulturellen Ansprüchen gerecht wird und wesentlich zur Steigerung und Förderung der Biodiversität beiträgt. Der Marktgarten und -handel orientiert sich am biologischen Landbau.
Projekte werden gemeinschaftlich entwickelt und streben ein nachhaltiges, partizipatives und ökologisch sinnvolles Vorgehen an.

Eine Parzellierung der Gartenfläche ist nicht vorgesehen. Eine quartierorientierte und generationsübergreifende Vernetzung wird angestrebt. Workshops und Aktivitäten sollen dazu beitragen, das Wissen über Nachhaltigkeit und Biodiversität zu teilen und ein entsprechendes Verhalten zu fördern.
Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und strebt keinen Gewinn an. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Marktverkauf. Die Organe sind ehrenamtlich tätig.

Wie wir uns organisieren
Der Verein besteht hauptsächlich aus aktiven und passiven Mitgliedern, welche sich an der Planung und Bewirtschaftung der Pachtflächen nach Kräften beteiligen, über diese entscheiden und den Vorstand wählen.
Die Vereinsmitglieder bezahlen einen jährlichen Beitrag (aktuell 150 Franken pro Haushalt).
Der Verein verpflichtet sich gegenüber der Verpächterin (Stadt Zürich), das Areal zweckmässig zu nutzen und zu pflegen.
Für die Planung und Organisation gibt es Arbeitskreise, die sich einem bestimmten Thema eigenverantwortlich annehmen. Ein Grossteil der Arbeiten wird durch sie gemeinsam abgedeckt und erledigt. Zusätzlich werden Aktionstage zur Förderung von gemeinsamem Gärtnern und der sozialen Kontakte veranstaltet.
Eine minimale Infrastruktur mit wenig Maschineneinsatz und Kunststoffverwendung wird laufend den Bedürfnissen angepasst. Sharing und Recycling stehen dabei im Vordergrund.
Der Vorstand koordiniert, vermittelt und kümmert sich um die Planung und Organisation übergreifender Bereiche.
Der Verein ist gut vernetzt im Quartier mit dem Biomarkt Neubühl (Verkauf aus Markgarten), der Genossenschaft Neubühl, den umliegenden Bauernhöfen (z. B. Schipferhof, Stockengut, Tüfihof), Partnerorganisationen, Produzenten, Vertriebskanälen und Fachspezialisten.

Gartenstruktur, -nutzung und Flora
Vision: wilde Schönheit, gestaltete Landschaft, erlebbare Qualität, Selbstversorgung (aus dem Garten in den Mund), Raum für Initiativen, Tiere als Mitbewohner, wertvolles Land teilen
Biodiversität: Totholz, Steinmauern und -haufen, Hügelbeete, Wild- und Benjeshecken, einheimische Pflanzen und Sträucher (siehe unten), Biotop mit Lurchen und Libellen, Begrünung des Zauns durch Kletterpflanzen (siehe unten), Insektenvielfalt (z. B. Bienen, Wespen, Leuchtkäfer), Refugien für Vögel, Igel, Fledermäuse und andere Wildtiere
Soziales: Plätze zum Verweilen, sich am Garten zu laben, Treffpunkt mit Tischen, natürliche Beschattung mit Lauben, Feuerstelle zum Grillieren
Marktgarten: Gemüse, Gewürze und Kräuter, Beeren, essbare Wildpflanzen, Blumen, ganzjährige Versorgung im Quartier (saisonal, regional), Ernte haltbar machen (einmachen, trocknen), Kompostieren
Pflanzen: Seifenkraut, Wiesenlabkraut, Resede, Glockenblumen, Kletterrosen, Schlehdorn, Schneeball, roter Holunder, Brennessel, Malven Stockmalen, Nachtnelken , Akeleien, Bergflockenblumen, Gemswurz, Kartäusernelken, Thymian, Edelgamander, Skabiosen, Damaszenerrosen, Mauerpfeffer, Mönchspfeffer, Nachtkerzen, Nachtviola,flox, Garten-Geissblatt, Lichtnelken, Schafschwingel, Zittergras, Federgras, Marbel, Schmiele, Pfeiffengräser, Seegen, Melisse, Oregano , Salbei Minze, Weinraute, Fenchel, Agastache, Weissdorn, Schwarzdorn, Reben, Kiwi, Rosen, Hopfen, Clemathis u. a.
Obst- und Fruchtbäume: Auf den Wiesenstreifen oberhalb des Gartenlandes werden einige Obstbäume (Hochstämme) gepflanzt. Weitere kleinere Obstbäume sind auf der Blumenwiese angrenzend an die Familiengärten innerhalb der Gartenfläche geplant.
Nutztierhaltung: Wiesen oberhalb der Gartenfläche sinnvoll und ohne Maschineneinsatz langfristig bewirtschaften, Schafe, Ziegen, Hühner, Bienen
Infrastruktur: Stall, gedeckter Unterstand (Standort oberhalb Familiengärten), Gehwege aus Naturmaterial, Handgeräte, -tranportmittel und -werkzeuge, Einrichtung zur Bewässerung (vorhanden), Folientunnel für Material und Ansaat

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